Aufnahmen im Reuter-Kiez
Am Samstag Nachmittag, 18. Januar 2003, gegen 17.00 Uhr füllen sich die Räume des Nachbarschaftszentrums elele e.V. zusehends. Annähernd 80 Personen sind gekommen, um sich das erste Arbeitsergebnis der Anwohner-Initiative Reuterplatz anzuschauen. Viele davon sind im Film zu sehen, der versucht Gesichter und Geschichten rund um den Reuterplatz einzufangen.
Selbst bei alteingesessenen Reuter-Kiez-Bewohnern rufen einige Orte Erstaunen hervor - das Kinski, eine Art alternative Bar ist nur wenigen bekannt. Andere Ort dagegen haben einen hohen Wiedererkennungseffekt, denn wer war nicht schon mal auf dem Markt am Maybachufer?
Der Film zeigt einen kleinen Querschnitt von den Menschen, die hier leben. Von denen, die schon jahrzehntelang hier wohnen und von denen, die hierher gezogen sind, weil diese Seite des Kanals das gleiche Flair bietet wie der Multi-Kulti-Stadtteil Kreuzberg mit dem Vorteil, dass die Mieten hier erschwinglicher sind. Von denen, die hier Geschäfte betreiben - Kneipenkultur, Innenaustattung, Trödelläden.
Vor allem eines bringt der Film deutlich zum Ausdruck - egal ob Deutsche oder Ausländer, die im Film gezeigten Personen leben gerne hier. Es ist nichts zu spüren von dem Image, das man Nord-Neukölln und dem Reuter-Kiez so gerne anhängt - hier ist nicht die Bronx. Es ist eher so wie eine junge Frau das ausdrückt: "Man geht um die Ecke und ist bei Freunden." Und genau das machte sich im Anschluß an die Filmpräsentation auch bemerkbar, man sprach miteinander und lernte sich kennen - das ist das Hauptanliegen des gesamten Projektes.






