Erklärung der Bürgerjury zum Träger- und QM-Teamwechsel im Reuter-Kiez
"Erklärung des Vorstandes der Bürgerjury im Reuter Quartier
Die Bürgerjury konnte ihre Tätigkeit erst im Oktober 2002 aufnehmen und hat somit Anträge unter hohem Zeitdruck beraten und entschieden. Der Bürgerjury und engagierten Anwohnern und Initiativen ist somit ein halbes Jahr verloren gegangen.
Der Notwendigkeit zügiger Beratungen hat die Jury in den kurzen Abständen der Jurysitzungen entsprochen und so Antragsteller in die Lage versetzt, ihre Ideen und Vorhaben mit und für Bürger im Stadtteil umzusetzen.
Für das zweite Jahr der Förderung des Quartiergebietes haben wir uns darauf verständigt, neben der jeweiligen Antragsberatung auch grundsätzlich über die Entwicklung unseres Quartiers nachzudenken und so nachhaltige Entwicklungen für die Mitbürger und Mitbürgerinnen unseres Wohngebietes zu befördern, die über die Unterstützung einzelner Projekte hinausführen.
Die Entwicklung unseres schwierigen Gebietes kann nur im Zusammenspiel aller Akteure und Verantwortlichen gelingen.
Aus diesem Grunde erklären wir ausdrücklich, dass wir das Vorgehen des Bezirkes, des Senats und des HVD im Zusammenhang mit der Abwicklung des Personals des Quartiersbüros ausdrücklich missbilligen.
Insbesondere sind wir darüber empört, dass wir als VertreterInnen der verantwortlichen Bürgerjury nicht über dieses Vorgehen informiert wurden. Es ist uns nicht erklärbar wie Akteure des Bezirks, des Senats und des HVD eine engagierte Bürgerjury ohne Kenntnis dieser sie betreffenden Entscheidungen lassen können.
Das Verhalten und die Vorgehensweise der verantwortlichen Stellen entspricht in keiner Weise unserem Verständnis von sachgemäßem und partnerschaftlichem Umgang mit lokalen, verantwortlichen Akteuren. Sie trägt im Gegenteil zur Verdrossenheit auch der engagierten Bürger bei. Kooperation in sozialer Stadtentwicklung haben wir uns anders vorgestellt. Die Ziele von Soziale Stadt sind aus unserer Sicht missachtet worden.
Die Jury fordert zukünftig in allen den Kiez betreffenden Belange frühzeitig informiert und im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten in alle Entscheidungen einbezogen zu werden.
Insbesondere fordern wir die Verantwortlichen dazu auf, sicher zu stellen, dass die Beratungen und die Arbeit der Bürgerjury für das Quartier nicht weiter durch Fremdentscheidungen beeinträchtigt werden und uns der Rahmen für eine engagierte und sachgerechte Arbeit im Quartier in Zukunft ermöglicht wird.
Darüber hinaus bitten wir sie dringend sicher zu stellen, dass auch zukünftig professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Quartiersbüro für die Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Wir gehen davon aus, dass Sie uns in Kenntnis setzen und mit einbeziehen in der Frage mit welcher Konzeption und mit welchen Zielen ein anderer Träger seine Arbeit hier im Quartier beginnen will."





