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Freitag, 21.02.2003

Skaten, Chillen und Geld verdienen

 Am Mittwoch, den 19. Februar 2003 um 20.00 Uhr, füllt sich der Saal des Jugendclubs ‚Manege’ zusehends. Trotz Kälte und Champions League Spiel haben zwischen 80 und 100 Anwohner und interessierte Bürger den Weg in den Jugendclub ‚Manege’ gefunden, um sich hier über die Ergebnisse eines zweimonatigen Workshops zur Umgestaltung der Rütlistraße zu informieren. Auch viele Mitarbeiter des Bezirksamtes, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das neue Team des Quartiersmanagements Reuter-Kiez sind anwesend.
Nach einer offiziellen Begrüßung durch Wolfgang Janzer von Fusion e.V., sprechen die Baustadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin Frau Vogelsang und der Neuköllner Stadtrat für Jugend Herr Blesing. Beide begrüßen das Projekt und erhoffen sich eine sinnvolle und nachhaltige Jugendarbeit, vor allem auch mit und für die Anwohner der Rütlistraße.
Zu Beginn erhalten alle Gäste noch ein kleines literarisches Bonbon - eine Lesung aus dem Buch von Horst Bosetzky „Brennholz für Kartoffelschalen“, in dem die Rütlistraße und die gegenüberliegende Rütlischule eine tragende Rolle spielen.
Im Anschluss daran stellen Markus Günther und Nicole Trapp den Planungsworkshop vor. Nicole Trapp, eine Schülerin der Rütli-Oberschule, die aktiv am Workshop beteiligt war, stellt die Wünsche der Jugendlichen für die geplante Jugendstraße vor: ein von Jugendlichen selbstverwalteter Cafébetrieb vor der ‚Manege’, der zum Treffpunkt für alle Anwohnerinnen werden soll, Grünflächen, eine Freilichtbühne für Konzerte und Theateraufführungen, Sportflächen zum Skaten und Fußballspielen, eine Chill-out-Area und - für Verliebte - eine versteckte „Romantik“ecke zum Flirten, Händchenhalten, Träumen und Knutschen.
In der darauf folgenden Diskussion kommt einer der Anwohner auf die wegfallenden Parkplätze in der Rütlistraße zu sprechen. Da die Rütlistraße jedoch nur teil umgewidmet wird, sehen die Projektinitiatoren hier kein großes Problem. Wichtig ist vielen, wie die Veränderungen später instand gehalten werden sollen, wer z.B. ist zuständig für die Pflege der Pflanzen etc. Spontan äußerte ein Jugendlicher, auch darum würden sie sich kümmern. Gegen Ende der Veranstaltung kommen sich Jugendliche, Mitarbeiter von Fusion e.V. und Laubenpieper näher - eine Kooperation von der alle profitieren können. Immerhin entstand aus der letzten Bürgerversammlung eine große Plakataktion mit Jugendlichen aus der ‚Manege’ und zwei Anwohnern, die professionell im Grafikbereich arbeiten.
Und auch weiterhin sind alle Interessierten aufgerufen, sich mit ihren Ideen, Wünschen, Anregungen aber auch Kritik an das Projektbüro von Fusion e.V. in der Pannierstraße 58 zu wenden.
Weitere Informationen unter www.jugendstrasse-berlin.de

foto: NDervisi; text:SPfau